Boddengewässer und Kleines Stettiner Haff

Tag 1: Greifswald – Krummin / 32 sm

 

Start dieser Tour ist die Hanse- und Universitätsstadt Greifswald. Nach Verlassen des Greifswalder Yachtzentrums folgt man dem idyllischen Flusslauf des Rycks für 2 Seemeilen, passiert die manuell betriebene Holzklappbrücke in Wieck und das weithin sichtbare Sperrwerk. Danach geht es über die Dänische Wiek in den Greifswalder Bodden. Segler sollten besonders auf die vielen Stellnetze achten, die hier am Gahlkower Haken ausgelegt sind. Südlich der Fahrwasserbetonnung, am Freesendorfer Haken, wird es jetzt flach. Vorbei an Freest auf der westlichen Uferseite und Peenemünde an der östlichen Seite des Peenestroms, erreicht man die Peenebrücke (Wolgast). Sobald sie passiert ist, folgt man weiter dem Tonnenstrich. Auf Höhe von Ziemitz, an der Südküste der Halbinsel Wolgaster Ort, ist es rechts und links des Fahrwassers sehr flach. Anschlie-ßend biegt man ab in die Krumminer Wiek. Der Naturhafen Krummin liegt am nördlichen Ende der Wiek, auf der Insel Usedom. Im Hafen finden im Sommer Theateraufführungen, Musik- und Grillabende statt.

Tipp: Das Café Naschkatze im Dorf.

Tag 2: Krummin – Ueckermünde / 29 sm

 

Krummin

Von Krummin aus sind es 15 Seemeilen bis zur Zecheriner Klappbrücke. Sie öffnet dreimal täglich. Unmittelbar nach der Brücke hält man sich vorerst an den Tonnenstrich des schmalen Fahrwassers. Dann kommt die Hubbrücke Karnin, ein Industriedenkmal, in Sicht. Es handelt sich um den mittleren Teil einer Eisenbahnbrücke, deren insel- und festlandseitigen Brückenteile gesprengt wurden. Danach öffnet sich der Blick auf das Kleine Stettiner Haff. Nach der Tonne Peenestrom Süd H1 kann man bei ausreichender Wassertiefe südlich des Fahrwassers Kurs auf die Ueckermündung nehmen. Zwei Häfen stehen in Ueckermünde zur Wahl: Die Marina Lagunenstadt Ueckermünde, gleich an der Mündung der Uecker, sowie der Stadthafen Ueckermünde, wo man an der Kaimauer anlegt. Von hier aus ist das Zentrum mit seinem schönen Marktplatz fußläufig erreichbar. Abends lohnt der Besuch im exzellenten Restaurant Roter Butt.

 

Tag 3: Ueckermünde – Rankwitz / 19 sm

Über die Uecker geht es zurück ins Kleine Stettiner Haff, um westlich das Fahrwasser des Peenestroms zu erreichen. Nördlich der Zecheriner Brücke liegt – auf der Halbinsel Lieper Winkel zwischen Peenestrom und Achterwasser – das Tagesziel: der Wasserwanderrastplatz Rankwitz. Bei östlichen Winden liegt man hier gut geschützt. Der Blick auf den Peenestrom schweift weit, die Sonnenuntergänge sind spektakulär. Das Restaurant Zur Alten Fischräucherei liegt direkt neben dem Hafenbüro.

Tag 4: Rankwitz – Zinnowitz / 11 sm

Der nächste Routenabschnitt lässt die Halbinsel Lieper Winkel östlich liegen. Bei Tonne PN 76 kann man zwischen Lieper Winkel und der Halbinsel Gnitz ins Achterwasser einfahren. Achtung: Unbedingt die durch Kardinaltonnen gekennzeichneten Untiefen beachten und sich auch gut von der Insel Görmitz freihalten. Bis zum Hafen von Zinnowitz gibt es keine Fahrwasserbetonnung. Deswegen ist die Ansteuerung nur tagsüber empfehlenswert. Die Wassertiefen sollten immer wieder kontrolliert werden. Der modernisierte Hafen Zinnowitz auf Usedom ist mit einer Wassertiefe von 2 bis 2,5 Metern angegeben. Die Seebrücke in Zinnowitz auf der Ostseeseite misst eine Länge von 315 Metern. Mit der Tauchgondel lässt sich ein Blick in die Ostsee werfen.

Tag 5: Zinnowitz – Kröslin / 20 sm

Auf dem Weg zum Tagesziel Kröslin folgt man wie der dem Fahrwasser des Peenestroms. Wartezeiten an der Peenebrücke (Wolgast) lassen sich gut mit einem Altstadt-Spaziergang überbrücken. Anlegen kann man für kurze Zeit im Stadthafen von Wolgast. Im Wolgaster Café Biedenweg gibt es im Übrigen Backwerk und Pralinen vom Konditormeister selbst. Hat man nun die Brücke hinter sich, so taucht nach etwa 5 Seemeilen am westlichen Ufer des Peenestroms die 5-Sterne-Marina Kröslin im Baltic Sea Resort auf. Vom Hafen aus besteht eine regelmäßige Fährverbindung nach Peenemünde und Freest. In Peenemünde informiert das Historisch-Technische Museum über die Geschichte der Heeresversuchsanstalt, dem damals größten militärischen Forschungszentrum Europas. Der kleine Fischerort Freest ist wegen seines Strandes und des frischen Fischs bei Besuchern und Einheimischen beliebt. Den Abend kann man im Hafen-Restaurant STEGhouse im Baltic Sea Resort trefflich aus klingen lassen.

Tag 6: Kröslin – Greifswald / 20 sm

Über den Greifswalder Bodden und die Dänische Wiek geht es wieder nach Passieren der Wiecker Brücke und etwa 5 Kilometern Fahrt auf dem Fluss Ryck zurück in den Hafen des Yachtzentrums Greifswald. Volltanken kann man sein Charterboot an der westlich des Hafenbeckens liegenden Tankstelle. Für ein Abschiedsessen empfiehlt sich die Hornfischbar Pomeria auf dem Restaurantschiff oder das Restaurant Tischlerei unmittelbar am Yachthafen.

Tag 7: Check-out Greifswald